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IAA-Nutzfahrzeuge 2010 in Hanover
IAA-Nutzfahrzeuge 2010 in Hanover
 
Das Design ist mutig, fast schon radikal
 
Entwurf   CAS   Visualisierung   Modellbau
Skizzen   Modellierung   Renderings   Modellerstellung
Skizzen   3-D Modellierung   Renderings   Modellerstellung
Das Design des REPORTERs wirkt sehr futuristisch –
und ist wahrscheinlich nur schwer umzusetzen.
A.K.: Nein, nein. Funktionalität und Machbarkeit sind
gegeben, das waren zwei der wichtigsten Kriterien.
Außerdem haben wir großen Wert auf Flexibilität gelegt.
Das heißt: Der REPORTER ist ausbaufähig und in den
verschiedensten Varianten denkbar – je nach Kunden-
wunsch und entsprechenden Anforderungen.
Variante Peo
Variante ickup Variante Delivery
 
Der Designprozess war eine heruasfordernde und spannende Zeit
 
Die Entwurfsphase war eine der kreativsten und zugleich entscheidensten Phasen des Projekts. „Es ging darum, den Charakter des Fahrzeugs zu entwickeln und festzulegen“, erklärt Nawka, „das war ein langer Findungsprozess mit vielen gemeinsamen Kreativsessions.“ Diese Phase steht zwar am Anfang des Designprozesses, endet aber erst, wenn das Fahrzeug fertig ist. „Wir begleiten unseren Entwurf bis zum Schluss“, erklärt Nawka, „wir müssen ja auch verantworten, wie das Fahrzeug am Ende aussieht.“ Da es eben nicht nur gut aussehen, sondern auch technisch einwandfrei sein soll.
 
 
 
Zwischen Design und Technik, zwischen Idee und Realisierung: Hier werden die Ideen der Kreativ-Abteilung in digitale 3-D-Modelle umgesetzt. "Ich gebe immer 100 Prozent und versuche, die Designwünsche mit den technischen und gesetzlichen Prämissen in Einklang zu bringen.“ Oft ist dies kein leichter Job. Bei der Digitalisierung von Skizzen kann es schon mal vorkommen, dass urspüngliche Designideen zugunsten der Realisierbarkeit angepasst werden müssen- Auf der Suche nach einer Lösung, die dem Ideal möglichst nahekommt, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Design unabdingbar. Beim REPORTER gab es allerdings etwas mehr Freiheiten. „Es ist zwar ein realistisches, seriöses Konzept, aber das Design stand im Vordergrund. Wir wurden dazu animiert, mutig zu sein.“ Ein großer Reiz, aber alles andere als ein Selbstläufer.
 
 
 
Sechs Wochen hatten Berner und sein Team Zeit. Über genau ein einziges 1:4-Proportionsmodell zum finalen 1:1-Modell, jeder Schuss musste sitzen. Mit Hilfe modernster Technik und einem leistungsstarken Team, das mit Know-how, Leidenschaft und Erfahrung die neuesten Modelle anfertigt, war mit proceda der perfekte Partner für den REPORTER gefunden. Hier ist alles hausgemacht: von der Herstellung der Laminate über das Lackieren bis hin zum Finishing. "Das ist manchmal vielleicht etwas aufwändiger“, sagt Berner, „aber es lohnt sich. So weiß ich wenigstens bei jedem Arbeitsschritt, dass er unseren Qualitätsansprüchen genügt.“ Und die waren beim REPORTER besonders hoch.
 
     
     
     
 
 
Fahrverhalten kann man simulieren, Teamwork nicht
 
Im Bereich Gesamtfahrzeug-Konstruktion und Berechnung (Digitaler Prototyp) sitzen die digitalen Baumeister des REPORTERs. Anhand des Konstruktionsmodells und dank der Simulationsergebnisse kann man schon in einem sehr frühen Stadium sehen, an welchen Stellen im Fahrzeug noch Optimierungsbedarf und Entwicklungspotenzial besteht. Der Auftrag der Abteilung lautete, das ideale Packaging zu finden: die verschiedenen Bauteile und Komponenten des REPORTERs digital zu einem kompletten, funktionsfähigen Fahrzeug zusammenzufügen und auf Herz und Nieren zu prüfen. Strömungs-, Mehrkörper- und Steifigkeitssimulationen – die Liste der Tests, die ein Fahrzeug durchlaufen muss, ist lang.
"Bei uns lief vieles zusammen, technisch, aber auch in der internen Kommunikation. Da war es vor allem wichtig, sich abzustimmen“, sagt Weidner. Schließlich sollte im REPORTER möglichst viel MBtech stecken. „Das hat wunderbar funktioniert“, ist sich Weidner sicher, „wir haben eine Konzeptstudie geschaffen, in der sich jeder Fachbereich wiederfindet.“
 
 
 
 
Die Herausforderung ist, den richtigen Technologie- und Material-Mix zu finden
 
Im REPORTER zeigen wir, dass wir für alle wichtigen Technologien Entwicklungskompetenz
besitzen.“ Im Bereich Rohbau wurde ganz eng und teilweise parallel mit dem Bereich Gesamtfahrzeug-Konstruktion zusammengearbeitet. Simultaneous Engineering lautet das Stichwort. „Hierarchisch wie räumlich sind die Wege kurz. Durch eine gemeinsame Datenbank sind wir in der Lage, auf die aktuellsten Daten der einzelnen Fachbereiche zugreifen zu können“, sagt Hüttinger. Der Auftrag an ihn und sein Team: „Eine leichte, modulare Struktur entwerfen und zeigen, was wir können.“ Das Ergebnis: ein Konzept, das die Vielfalt an Fertigungsverfahren zeigt – von Aluguss, über Schalenbau bis hin zur Carbon-Technologie.
 
 
Ja zur alternativen Antrieb - maßgeschneidert und trotzdem wirtschaftlich
 
Mit dem DualX E-Drive wurde eine intelligente und innovative Antriebslösung entwickelt. Als Plug-in-Vollhybrid-Lösung setzt der Antrieb auf die Verbindung eines 25 Kilowatt starken Elektromotors mit einem erdgasbetriebenen 1,2 Liter-Ottomotor, der 75 Kilowatt leistet, und als Range- sowie Performance-Extender dient. Diese Kombination ermöglicht eine errechnete Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und eine Gesamtreichweite von circa 300 Kilometern - rein elektrisch lassen sich nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) 55 Kilometer zurücklegen. Entscheidend war auch die optimale Kombination und Integration der Komponenten sowie ein intelligentes Energiemanagement. Vor allem hier wird der Fortschritt des Konzepts gegenüber bisherigen Ansätzen deutlich: Die E-Antriebs-Einheit ist im Verhältnis zum Verbrennungsaggregat zumindest gleichwertig – beide dienen tatsächlich dem Antrieb. Völlig neu daran ist, dass die zwei Motoren autark agieren: Der E-Motor treibt die Hinterachse an, der Vierzylinder die Vorderräder – und das entweder im Wechsel oder zeitgleich. Bei Bedarf steht also auch ein intelligenter Allradantrieb zur Verfügung. Die Fahrer können – je nach dem individuellen Fahrverhalten und der gewünschten Betriebsstrategie – vom Cockpit aus zwischen drei Modi wählen: „eco“ für emissionsfreies, elektrisches Fahren in der Stadt, „4range“ für geringen Verbrauch und hohe Reichweite mittels Verbrennungsmotor sowie „4dynamic“, um die Kraft beider Aggregate für maximale Beschleunigung und Fahrspaß zu nutzen.
 
Adaptive
Der REPORTER ist:
  INDIVIDUELL
- da der Fahrer zwischen drei Betriebsmodi wählen kann: emissionsfrei im eco-Modus, verbrauchsoptimiert im 4range-Modus oder volle Kraft voraus im 4dynamic-Modus.
MODULAR
- da Plattform und Gesamtfahrzeug-konzept die Integration aller gängigen Antriebsvarianten ermöglichen: vom Benziner über einen Gas-Antrieb bis zum reinen E-Antrieb.
FLEXIBEL
- da sich der Betriebszustand der Fahrsituation anpasst. Wird zum Beispiel mehr Kraft benötigt, schaltet sich der Extender automatisch zu - und später wieder ab.
KUNDENORIENTIERT
- da elektrisches und emissionsfreies Fahren in der Stadt möglich ist, zugleich eine vollwertige Mobilität geboten wird - und das bei optimalem Kosten-Nutzen-Verhältnis.
 
 
  4RANGE
steht für maximale Reichweite und verbrauchsoptimiertes Fahren. 4range ist optimal, um umweltbewusst und mit geringem Verbrauch längere Strecken zurückzulegen. 4range ist ideal für den Lieferverkehr zwischen Städten oder die Urlaubsfahrt.
  ECO
steht für maximale CO2-Reduktion und emissionsfreies Fahren in der Stadt. Der Verbrenner wird nur in Notsituationen zugeschaltet. Der eco-Modus ist optimal für innerstädtische Zustelldienste, Pendler und Kunden, die kurz zum Shoppen wollen.
  4DYNAMIC
steht für maximale Agilität und Fahrspaß. 4dynamic ist auf eine hohe Antriebsleistung ausgelegt. Das Fahrzeug reagiert in diesem Fahrmodus direkter. Der 4dynamic-Modus ist somit optimal für den schnellen Einsatz in allen Lagen.
 
 
 
Wir demonstrieren Felxibilität und machen Solar-Technik mobil
 
Frei nach dem Motto „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ hat das REPORTER-Team noch etwas obendrauf gepackt – das Solar-Modul. „Unser Anspruch war es, nicht beim innovativen Design und Antriebskonzept stehenzubleiben, sondern einen Schritt weiterzudenken“, sagt Projektleiter David Sobéus. Etwas ganz Neues sollte es sein, ein umweltfreundliches Extra. Die freien Dachflächen sollten zur zusätzlichen Gewinnung von Energie genutzt werden. Das Modul besteht aus einer Vielzahl winziger, kugelförmiger Solarzellen, die zwischen zwei Kunststoffschichten gepresst sind. Ein paar hundert Watt bringt das Solar-Dach – das reicht für Klimaanlage, Innenraumbeleuchtung oder Radiobetrieb. Damit sinkt der Kraftstoff- beziehungsweise Energieverbrauch, was wiederrum die Reichweite erhöht. Der wahre Clou aber ist: Das Solar-Top ist auch mobil einsetzbar. Dank eines Reißverschlusses kann es abgenommen, in eine spezielle Tasche gepackt und im Laderaum verstaut oder eben anderweitig eingesetzt werden. Auch hier dachte das REPORTER-Team also weiter – und entwickelte ein Extra fürs Extra. Es kann eben immer noch etwas mehr sein.
 
 
 
Es ist ein Vorteil, dass Engineering und Consulting so eng verzahnt sind
 
Eine der Aufgaben des Consulting-Segments ist es, frühzeitig eine Vorstellung von zukünftigen Kundenwünschen und Markt-Trends zu erhalten. Und es liegt nahe, dass Produkt- und Markt-Analysen häufig die Basis für ein Projekt bilden. Das war beim REPORTER nicht anders. Auch hier wurde im Vorfeld eine Studie durchgeführt: der Trend Monitor 2010, der seinen Fokus auf den leichten Nutzfahrzeugmarkt legt - und so wichtigen Input für den REPORTER lieferte. Im Rahmen der Studie wurde ermittelt, was die Branche der leichten Nutzfahrzeuge antreibt, damit die Ingenieure bei der Konstruktion des REPORTERs auf die Bedürfnisse von Markt und Verbrauchern eingehen konnten. Die Ergebnisse wurden bei der Konzeption des REPORTERs natürlich beachtet. Schließlich ist es nie ein Fehler, die Zukunft im Blick zu behalten.
 
 
 
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